Allergien | Unverträglichkeiten | Intoleranzen

Lebensmittel-Intoleranzen

Bei Lebensmittel-Intoleranzen werden im Dünn- oder Dickdarm zur Verdauung notwendige Enzyme zu wenig oder gar nicht gebildet. So können bestimmte Lebensmittel-Bestandteile nicht verdaut und/oder aufgenommen werden und verursachen dadurch vielfältige Beschwerden. Die Symptome treten zirka 30 Minuten bis 2 Stunden nach dem Essen auf.

Das Thema der Lebensmittel-Intoleranzen ist sehr komplex. Vor allem Menschen mit einer jahrelang unentdeckten Histamin- oder Fructose-Intoleranz leiden unter vielfältigen und zum Teil massiven Gesundheitsbeschwerden. Sie erleben die Diagnose und die anschliessende Therapie oft als "Wiedergeburt".

Untenstehend sind die häufigsten Intoleranzen nur kurz zusammengefasst aufgeführt. Bei Verdacht auf eine Intoleranz bedarf es einem ausführlichen Beratungsgespräch.


Lacotse-Intoleranz
Der Milchzucker kann aufgrund eines Enzymsmangels im Dünndarm nicht oder nicht vollständig aufgespalten werden. Dies führt zu Gärungsprozessen in Dickdarm.
Symptome: Blähungen, Bauchkrämpfe, Durchfall
Testmöglichkeiten: Provokationstest, Atemgastest (Laborkosten Fr. 125.-)

Fructose-Intoleranz
Aufgrund eines defekten Transportsystems im Dünndarm kann der Fruchtzucker nicht oder nur ungenügend aufgenommen werden. Dies führt zu Gärungsprozessen im Dickdarm, giftigen Stoffwechselprodukten und Störungen im Hirnstoffwechsel.
Symptome: Mundgeruch, häufiges Aufstossen, häufige Winde, Blähungen, Durchfall, Verstopfung, Reizdarm, Fieberschübe, Nesselausschlag, Eisen-, B12-, Zink- und Folsäuremangel, Heisshunger auf Süsses, Hautprobleme, gehäufte Infektionskrankheiten, Störung des Menstruations-Zyklus, unerfüllter Kinderwunsch, Stimmungsschwankungen, Depression, chronische Müdigkeit, chronische Erschöpfung, Konzentrationsstörungen, ADHS, bei Kindern: verzögertes Wachstum und wenig Gewichtszunahme.
Testmöglichkeiten: Provokationstest, Atemgastest (Laborkosten Fr. 125.-), Blutzuckermessung.

Histamin-Intoleranz
Das durch die Nahrung aufgenommene oder im Körper gebildete Histamin kann im Darm nur ungenügend abgebaut werden. So kommt es zu einer Überbelastung des Körpers, woraus sich die unterschiedlichsten Gesundheitsbeschwerden entwickeln können.
Symptome: Blähungen, Durchfall, Krämpfe, Übelkeit, Erbrechen, Sodbrennen, Völlegefühl, Hämorrhoiden, Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel, Hitzegefühl, Hautrötung, Juckreiz, Nesselausschlag, Ekzeme, Schuppenflechte, laufende Nase, Nasenschleimhautschwellung, Schnupfen, Asthma, Nasennebenhöhlen-Infektion, bei Kindern häufig Mittelohrentzündungen, Brennen in Mund und Hals, niedriger Blutdruck, Schmerzen bei der Monatsblutung, starke Blutungen, Reizblase, Schwellungen der Hände und der Unterschenkel, Unkonzentriertheit und Seekrankheit.
Testmöglichkeiten: Messung des DAO-Enzyms im Blut, Messung von Histamin in Blut, Urin und Stuhl (Kosten auf Anfrage).